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Römer Lexikon

Geschichte Roms | Das frühe Rom der Etrusker

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Schon im 7. Jhd. v. Chr. wurde der Palatin besiedelt. By Gilbertus/Lalupa Gnu free.

Geschichte Roms: das frühe Rom – 7. Jhd. v. Chr.

Das frühe Rom: Bereits zu Beginn des 7. Jhd. v. Chr. hatte sich auf den Hügeln Palatin, Esquelin und Caelius die angesiedelte Bevölkerung in religiöser und politischer Hinsicht weitestgehend vereint. Sieben Hügel – Septimontium – nannte sich diese Vereinigung. Der Name bezog sich jedoch nicht auf die späteren sieben Hügel Roms. Nach 625 v. Chr. wurde das Gebiet des späteren Forums, das tiefer gelegene Gebiet trocken gelegt und schon zu dieser Zeit entstand auch das erste römische Entwässerungssystem, die Cloaca maxima. Zunächst war dies ein einfacher, offener Graben. Hier begann die Geschichte des Forums als Versammlungs- und Marktplatz für die vereinten Hügel Roms. Rund ein Vierteljahrhundert später nahm die Entwicklung Fahrt auf: Das Forum und die Via Sacra erhielten ein dauerhaftes Pflaster und das Forum Boarium, der Viehmarkt, entstand in der Nähe des Flusses Tiber. Um diese Zeit schlossen sich der Quirinal und der Viminal dem wachsenden Gemeinwesen an. Der felsige kapitolinische Hügel wurde von den Siedlern als gemeinsame Festung ausgebaut. Diese neue Vierregionenstadt, wie sie genannt wurde, bildete alsbald eine feste Einheit und Rom war auf dem besten Weg eine etruskische Stadt zu werden.

Das frühe Rom: Rom der Etrusker

Die geographische Lage im Süden machte das frühe Rom für die Etrusker so attraktiv. Rund 150 Kilometer weiter lag die kampanische Ebene mit vulkanischem Boden und feuchtem Klima. Milde und kurze Winter ließen die Siedler dort bis zu drei Getreideernten im Jahr erzielen. Obst und Gemüse gedieh vorzüglich. Doch die Griechen waren schneller gewesen. Schon im 8. Jhd. v. Chr. hatten griechische Siedler an der Küste von Campania das italische Festland besiedelt.

Der Stützpunkt Cumae, nordöstlich des Golfs von Neapel, entwickelte sich rasch zu einem bedeutenden Umschlagplatz für Getreide. Von dort verbreitete sich auch der Einfluss der Griechen auf ganz Süditalien und Sizilien. Zusammen bildeten diese Magna Graecia, Großgriechenland. Vor 600 v. Chr. gelangten Etrusker in die Campania und gründeten dort, 27 Kilometer nördlich von Neapel, Capua. Von diesem Stützpunkt aus dehnten die Etrusker bald ihr Gebiet aus und erkannten auch bald, wie nützlich ihnen eine Landverbindung zwischen Etrurien und den neuen, von ihnen politisch abhängigen Gebieten wäre.

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