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Römer Lexikon

Geschichte Roms: Komplexe Gesellschaftsstruktur

EdiktPotsdam
Edikte blieben Regelwerk. Titelseite des Edikts von Potsdam (1685) via wikimedia commons.

Geschichte Roms – Soziale Entspannung

366 v. Chr. schufen die Römer das neue Amt des Prätors, um auch Plebejer niedrigen Ranges zu unterstützen.

Die beiden Konsuln beschäftigten sich mit militärischen Dingen, während der „städtische Prätor“ rechtliche und andere zivile Aufgaben übernahm.

Die von den Prätoren erlassenen Edikte berücksichtigten im Jahresturnus besonders die Interessen der Unterprivilegierten. Aufgrund seiner Verantwortung für die Rechtsprechung waren die Edikte des Prätors besonders wichtig. Sie wurden mit der Zeit noch wichtiger sogar als die Zwölftafelgesetze.

Komplexe Gesellschaftsstrukturen in der Geschichte Roms

Schreibszene-Jupiter
Jupiter und Papyrus-Schriftrolle: Römershop.

Eigentlich hatten die Prätoren nur für die Einhaltung der geltenden Gesetze und Verordnungen zu sorgen. Immer öfter jedoch umfassten ihre Edikte auch Neubestimmungen und Verbesserungen, die aufgrund der immer komplexer werdenden Strukturen im römischen Gemeinwesen nötig wurden.

Die entscheidenden innenpolitischen Reformen seit der Gründung der Republik gingen von Licinius und Sextius aus. Beide setzten sich für die Lebenserleichterung für die Plebejer ein – beispiellos! Die soziale Entwicklung der Stadt Rom in den Folgejahren machte beachtliche Fortschritte. Innenpolitische Ruhe gab den Römern denn auch die Kraft, der Entscheidung in der Auseinandersetzung mit den latinischen Städten zu begegnen. Demokratisch hatte das römische System sicherlich so seine Defizite, doch die Vorteile sollten von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der Römer sein …

Die innere Ruhe in Rom – letzter Samnitenkrieg

Wurde Rom von außen angegriffen, mussten die inneren Zwistigkeiten gelöst sein, damit die Streitigkeiten keine staatsgefährdenden Ausmaße annahmen. Nur so hatte Rom in der Geschichte Roms die Gewährleistung, äußere Feinde zu schlagen und sein Gebiet weiter zu vergrößern. 298 v. Chr. begann Rom den letzten Samnitenkrieg, den Dritten. Restlos finanziell erschöpft, siegte Rom schließlich acht Jahre später. Die zahlreichen Plebejer, die im Krieg gedient hatten und deren Höfe während dieser Zeit verwahrlosten, mussten sich nun verschulden. Solche politischen Spannungen entstanden, dass Rom einen Diktator ernannte: 278 v. Chr. wurde dies Quintus Hortensius für sechs Monate, um dafür zu sorgen, dass der innenpolitische Notstand beseitigt wurde.

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