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Römer Lexikon A-Z

Meeresfrüchte der Römer

Meeresfrüchte
Welche Meeresfrüchte aßen die Römer? Via wikicommons by Brücke-Osteuropa.

Die Römer und die Früchte der Meere

Medizinisch spielte nicht nur der Tintenfisch bei den Römern eine wichtige Rolle, sondern auch der Zitterrochen. Krebse tauchen in der Literatur erst im 5. Jhd. v. Chr. auf. Die größeren Arten der Meeresfrüchte galten zu allen Zeiten als essbar und das Fleisch als sehr bekömmlich. Unterschieden wurden vor allem Garnelen und Langusten. Von wirtschaftlicher Bedeutung war der cammarus (Hummer), der im gesamten Mittelmeer gefangen werden konnte. Im Gegensatz zu heute, wo Hummer nur als Delikatesse zu haben ist, war cammarus in der Antike eine durchaus gängige und beliebte Speise des Volkes. Apicius verzeichnet in seinem Kochbuch gleich mehrere Rezepte für Langusten. Echinus, der Seeigel, wurde wegen seines Geschmacks an allen Mittelmeerküsten gefangen. In großer Menge vorhanden, waren sie entsprechend günstig. Die Römer stellten zudem aus Seeigel diverse Laken zum Pökeln von Fischen her. Medizinisch konnte der Seeigel gegen Ekzeme genutzt werden und auch Apicius hat mehrere Rezepte für Seeigel.

Der Römer Condimenta – Kräuter & Gewürze

Die Römer liebten es, ihre Speisen stark zu würzen. Dabei nutzten sie jedoch selten exotische Gewürze (condimenta). Sie kochten mit den heimischen Kräutern. Während der gesamten Antike war es durchaus üblich, Wildkräuter selbst zu sammeln. Auch zu einer Zeit noch, zu der es bereits Kräutergärten in den Haushalten gab und sogar Plantagen für die Zucht von Kräutern und für den Feldanbau gab. Die römische Küche orientierte sich traditionell an der Jahreszeit. Etliche Kräuter konnten natürlich auch getrocknet werden und die Römer exportierten sie in alle Winkel des Reiches und sogar darüber hinaus. Mediterrane Gewürze gelangten so auch in kältere Gefilde.

Meeresfrüchte und die römische Kräuterküche

Die mediterrane Pflanze anethum (Dille) wurde zum Beispiel von den Römern nach Mitteleuropa gebracht. Der häufige Genuss der Blätter und Samen in Rezepten ist durch Bodenfunde im gesamten Römischen Reich bestätigt. Camelina (Leindotter) ist eine schon in vorrömischer Zeit kultivierte Pflanze, die hauptsächlich zur Ölgewinnung herangezogen wurde. Die Samen wurden aber auch als Würze genutzt. Kapern, capparis, gibt es im Mittelmeerraum wild. Jedoch kultivierten die Römer sie auch schon sehr früh als Pflanze im eigenen Kräutergarten. Die Knospen wurden in Essig oder Salz eingelegt und auf diese Weise haltbar gemacht und in entfernte Provinzen gebracht. Cardamonum (Kardamon) importierten die Römer hingegen aus dem südlichen Indien. Es war aber auch kein Gewürz, das in der römischen Küche oft genutzt wurde. Das war mit den meisten „exotischen“ Gewürzen so.

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