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Römer Lexikon

Rom: italisches Handelszentrum!

Marktstand
Drei Frauen an einem Marktstand von P. Moderohn-Becker;
via wikicommons.

Rom wird Zentrum italischen Handels

Die Bauern wurden zunehmend von Latifundien-Besitzern vom Markt gedrängt. Diese konnten durch den Einsatz von Sklaven billiger produzieren und die Landwirte mussten zudem oft über längere Zeiträume Kriegsdienste leisten.

Die Kapitalkraft der Ritter (equites) ermöglichte es ihnen herabgewirtschaftete Bauernhöfe günstig zu kaufen und Staatsland, das allen zur Verfügung stand, zu pachten, um ihren Besitz zu vergrößern. Mit der Zeit verließen die Bauern die Höfe und drängten in die Städte. Hier bildeten sie ein von der staatlichen Versorgung abhängiges Proletariat, in dem ab dem 2. Jhd. v. Chr. auch der Keim zur Rebellion nistete. Von Beginn an war Rom aber auch italisches Handelszentrum, das mit den Städten in der Umgebung und später mit der gesamten antiken Welt Handel pflegte. Durch die Anlage der großen Straßen nach Süden (Via Latina/Via Appia) und nach Norden (Via Flaminia) sowie durch die wachsende Einwohnerzahl, wurde Rom bald zum Zentrum des italischen Handels.

Der Tiber fördert italisches Handelszentrum

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Für kleinere Schiffe war der Fluss Tiber ab Rom befahrbar. An seiner Mündung wurde die Hafenstadt Ostia angelegt. Erst mit der Zeit konnte sich auch Rom eine Handelsflotte zulegen. Bis dahin waren es zumeist griechische und karthagische Händler, die am Tiber anlegten.

Ausfuhrprodukte waren etwa Holz für den Schiffsbau, Vieh, Olivenöl und Wein. Später kamen auch noch Rohstoffe hinzu. Zu den Importgütern zählten Getreide, das zur Versorgung der Bevölkerung diente, Sklaven aus dem Orient oder Luxusgegenstände.

Römer hatten Probleme wie heute

Im römischen Reich entstanden über die Jahrhunderte durch Manufakturen, Massenproduktion von Gebrauchsgütern und einem hochentwickelten Geldwesen Ansätze einer frühen Industrialisierung. Da ist es eigentlich nicht so überraschend, aber dennoch verblüffend, dass die Römer auch schon damals mit Problemen konfrontiert waren, die wir eher mit unserer modernen Weltwirtschaft verbinden. So waren zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Inflation, Geldabfluss ins Ausland, Landwertsteigerungen, Planwirtschaft und Wirtschaftsimperialismus durchaus relevante und auch sehr streitbare Themen in der antiken römischen Welt!

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