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Römer Lexikon

Triumph-Feiern der Römer: Opfer und Gelage!

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Wein durfte bei der römischen Triumph-Feier nicht fehlen! By Franzfoto via wikimedia commons (Gnu free).

Der Triumph muss gefeiert werden!

Zu all den Opfern des Triumphators konnte der römische Senat auch noch eine supplicatio, ein Dankesfest für den Sieg an die Götter anordnen. Bei dieser Veranstaltung, der Triumph-Feiern, wurden Weihrauch und Wein dargebracht.

Unter Kaiser Augustus wurden derartige Triumph-Feiern geradezu ausschweifend, da der Kaiser die „Bühne“ nach dem Triumph für seine fein abgestimmte und recht eitle Triumphal-Symbolik benötigte. In dieser spielen neben dem großen Gott Iuppiter, auch Roma und Victoria maßgebliche Rollen – seit der späten Republik trat die Göttin Victoria in den Vordergrund bei der römischen Triumphal-Symbolik.

Augustus nahm die Göttin für sich und die Stadt Rom ein und widmete ihr in der Curia, dem Senatsgebäude, um 29 v. Chr. eine Statue. Stolz prangte die Victoria auf einer Kugel – welche wohl die Welt symbolisieren sollte und hielt einen Lorbeerkranz und Palmenzweige zum Zeichen für den Sieg in ihren Händen.

Die Göttin Victoria symbolisiert den römischen Sieg

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Als Symbol für die Unbesiegbarkeit Roms wurde Victoria fortan überall bei den Römern sehr verehrt und ihr zu Ehren wurden Darstellungen im ganzen Römischen Reich errichtet. In Bildern hat sie Trophäen zum Zeichen des Sieges und hält das eine glückliche Zukunft verheißende Füllhorn.

Als Begleiterin des Kaisers ist sie die Glücksbotin der römischen Siege. Der beim Triumphzug den Kranz haltende Sklave wurde in der Kaiserzeit in Darstellungen und Gemälden schließlich oft durch eine Victoria ersetzt.

Ritueller Abschluss: Das Opfer an den Römergott Iuppiter

Der offizielle Abschluss der römischen Triumph-Feiern war das Opfer an den römischen Gott Iuppiter. Danach gab es noch einige organisatorische Handlungen. Abschließend übergab der Triumphator den Soldaten und den Bürgern Roms Geldzuwendungen. Auch die Soldaten auf dem Marsfeld und die Garnisonen erhielten ihre donativa im Zuge des Triumphs.

Triumph-Feiern der Römer: Gelage zu Anlass des Sieges

Auch nach dem Triumph ließen sich die großen Triumphator nicht lumpen! Typisch war, dass sie schließlich das Volk bewirteten. Während Vespasian und Titus lediglich ausgewählte Bürger zu einer Tafel einluden und auf ein großes Gelage verzichteten, bewirtete Tiberius an 1.000 Tischen das Volk! Im „Schichtbetrieb“ kamen hier alle in den Genuss der Verköstigung. Lucullus und Caesar ließen sogar für ganz Rom auftischen! Caesar organisierte 20.000 Tische und zahlreiche Begleitveranstaltungen, etwa Kämpfe der Gladiatoren. Das war ein fest, mit dem er sicherlich imponierte und das sich einige Tage hinzog.

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