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Römer Lexikon

Geschichte Roms: Verbündete und Münzen …

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Geschichte Roms – Die Verbündeten der Römer

Einen wesentlichen Teil des römischen Herrschaftssystems bildeten in der Geschichte Roms Verträge mit Völkern, die mit Rom nicht eng genug verbunden waren für ein eingeschränktes römisches Bürgerrecht. Die Verbündeten waren socii für die Römer und mussten ebenso wie die Latiner auf Anforderung Roms Truppen stellen. Der Adel unter den socii unterhielt zumeist zu den Patriziern in Rom freundschaftliche Beziehungen, die später Grundlage des römischen Imperiums boten. Das Gemeinwesen unter diesen Völkern regierten diese jedoch selbstständig. Sie hatten keine Steuern an Rom zu entrichten, verdankten jedoch der Stadt dennoch Sicherheit und Frieden. Das vermittelten ihnen die Römer auch.

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Um 289 v. Chr. begannen die Römer aus der inzwischen in großen Mengen hergestellten Bronze Münzen zu prägen. Das entsprach dem wirtschaftlichen Bedürfnis der Zeit und förderte zudem die industrielle Entwicklung im Land.

Auch hier trugen die verbündeten socii ihre Vorteile davon. Das Netz der Verträge der Römer breitete sich über ganz Mittelitalien aus. Die Beziehungen zu den Gemeinwesen richteten die Römer dabei stets nach Bedarf. „Teile und herrsche“ war hier die Devise der Römer. Das Vertragswesen blieb über viele Generationen intakt, denn es war von staatsmännischer römischer Vernunft und Pragmatismus für beide Seiten geprägt. Die erste große historische Leistung der Römer war es, auf diese Weise Italien friedlich zu einigen.

Geschichte Roms: Straßen und Grenzen im frühen Italien

Ihr außergewöhnliches Geschick als Baumeister nutzten die Römer schon früh, um bei der Eroberung Italiens eine hervorragende Infrastruktur auszubauen. Ohne diese wären die Truppenbewegungen nicht möglich gewesen. Die römischen Feldvermesser verfolgten dabei landschaftlich die gerade Linie und den rechten Winkel. Legten die Römer neue Siedlungen an, teilten sie das Land nach dem Grundsatz der „centuratio“: Rechtwinklig zueinander verlaufende Straßen umschlossen viereckige Flächen, die in gleiche Rechteck-Felder unterteilt waren.

Das gesamte Reich überzogen die Römer mit einem systematisch angelegten Straßennetz. Schnurgerade verliefen die zumeist höher angelegten, gepflasterten Wege der Römer. Entlang der Straßen gaben Meilensteine Auskunft darüber, welche Wegstrecke noch bis nach Rom zurück zu legen war. Die Straßen verliefen entlang der Grenzen sowie zwischen den großen Städten Italiens, Galliens, Spaniens, Britanniens, Nordafrikas, Griechenlands und Asiens. Die Römer ermöglichten sich auf diese Weise eine Mobilität, die erst im 18. Jahrhundert übertroffen wurde.

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