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Römer Lexikon

Geschichte Roms: Macht und Ständekampf

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Römern ging es ums Gleichgewicht – Oktant aus Ebenholz mit Messingbeschlägen und Elfenbein- Einlagen; Springer Joshua, Hersteller/in; Museum für Hamburgische Geschichte via wikimedia.

Frühe Republik: Ständekämpfe

Die römische Republik gründete sich in der Geschichte Roms auf das Gleichgewicht zwischen Volk, Senat und Magistraten. Die Magistrate wurden auf bestimmte Zeit vom Volk gewählt und regierten ohne Entlohnung, immer mit einem ranggleichen Amtskollegen zusammen – nach dem Prinzip der Kollegialität.

Die Laufbahn bestimmte der cursus honorum – feste obligatorische Vorschriften. Die Laufbahn verlief über den Quästor (Finanzen), Ädil (Polizei, Sicherstellung der Lebensmittelversorgung und Organisation der Spiele) und Prätor (Justiz). Neben diesen Magistratsämtern gab es zudem noch den Zensor, der die Verzeichnisse der Senatoren erstellte und für die Volkszählung zuständig war. Um ein Ungleichgewicht zu verhindern, wurden zudem noch zehn Tribunen der Plebs eingesetzt. Sie mussten die Rechte des Volkes vertreten und hatten einen unverletzlichen Status.

Die Macht der römischen Magistrate

Nachdem die etruskischen Könige Ende des 6. Jhd. v. Chr. in der Geschichte Roms gestürzt worden waren, übernahmen zwei jährlich gewählte Konsuln die Führung des römischen Senats. Beide Konsuln waren mit dem imperium, der allumfassenden Regierungsmacht versehen. Dies beinhaltete den Oberbefehl über die römischen Truppen und die Gerichtsbarkeit, genossen also die absolute Autorität. Dieser oberste Magistrat, wie die Konsuln genannt wurden, konnte durch seine Machtfülle auch die Politik in Rom beeinflussen. Doch zwei Restriktionen gab es für die Magistrate: Sie wurden lediglich für ein Jahr gewählt und das Vetorecht des jeweils anderen konnte sie einschränken. Da jeder von ihnen die absolute Vollmacht in allen Bereichen inne hatte, war die Macht zwischen den beiden römischen Konsuln gleich verteilt. Unter den Senatoren konnten sich die Konsuln Verbündete suchen und diese bei Entscheidungen um Rat fragen.

Geschichte Roms: Der römische Senat

Fast ein halbes Jahrtausend blieb die Anzahl der Mitglieder des Senats bei 300. Nach Abschaffung der Monarchie erlangten die Senatoren erheblich mehr Einfluss im römischen Gemeinwesen. Der Senat besaß keine Exekutivgewalt, beriet jedoch die gewählten Amtsträger, also die Magistrate, in allen Belangen der Innen- und Außenpolitik, der Finanzen und der Religion. Auch in der römischen Gesetzgebung hatte der Senat ein Mitspracherecht. Die Konsuln befolgten zumeist die Ratschläge der Senatoren. Denn nach ihrem Amtsjahr waren sie auf das Wohlwollen der Mitglieder des Senats angewiesen. So genossen die Senatoren aufgrund ihrer Stellung, Herkunft und ihrer Leistung im römischen Gemeinwesen sehr hohes Ansehen. Die auctoritas, die Ehrerbietung und Achtung der Senatoren verhalf ihnen dazu, dass sie die römische Politik maßgeblich mit gestalteten und große Macht in der frühen römischen Republik hatten.

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