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Geschichte Roms: Das Zwölftafelgesetz

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Die Geschichte Roms – das Zwölftafelgesetz

451 v. Chr. formulierten die Plebejer sehr deutlich, dass sie ein Mitspracherecht im öffentlichen Leben Roms wollten. Die Ernennung der Konsuln musste gar verschoben werden.

Schriftliche Gesetze waren die Hauptforderung der Plebs und so setzte sich ein Gremium aus Patriziern zusammen, die decemviri (zehn Männer), um eine schriftliche Sammlung von Gesetzen für das Zusammenleben im antiken Rom zu erstellen. Angeregt waren die Plebejer dazu von den Griechen, bei denen das schriftliche Gesetz sich längst bewährt hatte. Das Ergebnis wurde von der comitia centuriata zum gültigen Gesetz erklärt und anschließend auf zwölf Tafeln niedergeschrieben.

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Römischer Cultus: Öffentlicher Kult der Römer

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Das Forum Romanum vor der Ausgrabung. Die ersten umfangreichen Ausgrabungen fanden erst zwischen 1803 und 1818 statt. Die Sicht geht vom Abhang des Kapitols, rechts der Tempel des Saturn, vorn der Bogen des Septimius Severus – Blick auf den Platz der Senatoren. Hinten links das Colosseum, im Hintergrund die Albaner Berge. Via wikimedia commons.

Der römische Cultus

Das Leben der Römer war von Ritualen und Kulten geprägt. Die äußeren Handlungen der römischen Riten veränderten sich auch über den Lauf der Geschichte nur wenig. Eher noch änderte sich der eine oder andere Sinngehalt eines Ritus.

Die römischen Kulte, römisch cultus, waren so vielfältig und umfangreich, dass viele Details nicht rekonstruierbar sind. Doch genau diese zum Teil geradezu peniblen Details waren es, welche die Römer genauestens befolgten, denn in ihrem Glauben verursachte auch nur die geringste Abweichung den Zorn der Götter. Die staatlich verwahrten Sibyllischen Bücher, die so genannten libri sibyllini, enthielten viele der römischen Ritualvorschriften.

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Römische Tugenden: Virtutes Römern wichtig!

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Römische Tugend: Dignitas – die Würde. Via wikimedia commons.

Wichtigste Virtutes

Für die Römer waren die persönlichen virtutes von großer Bedeutung. Diese bezeichneten die Qualitäten, die jeder Bürger sich zum Ziel setzen sollte. Die persönlichen römischen Tugenden galten als das Herz der Vita Romana – des römischen Lebens – und wurden für die Eigenschaften gehalten, welche der römischen Republik die Stärke gaben, die Welt zu erobern. Diese waren dem Alphabet nach also die Auctoritas: Authorität.

Das Wissen um den eigenen sozialen Status, basierend auf Erfahrung, Pietas und Industria. Comitas: Humor. Der allgemeine Umgang. Freundlichkeit, Offenheit, Höflichkeit. Clementia: Die Milde. Das ruhige überlegte, milde Handeln. Dignitas: Die Würde. Der Sinn für das Selbstvertrauen und die persönliche Ehre. Firmitas: Die Stärke. Die geistige Stärke und der Wille, die eigenen Ideale hochzuhalten. Frugalitas: Fruchtbarkeit. Die Einfachheit des persönlichen Stiles, ohne dabei minderwertig zu erscheinen. Gravitas: die Schwere.