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Promi-Politiker zur Zeit der Römer!

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Römischer Feldherr Fontäne – Sanssouci; by Steffen Heilfort (Gnu free).

Politiker zur Zeit der Römer

Eine Trennung zwischen politischer und hoher militärischer Funktion gab es weder zur republikanischen Zeit noch in der hohen Kaiserzeit.

Folglich waren römische Politiker immer auch zugleich Feldherrn. Ganz im Sinne der altrömischen Tradition, engagierte sich die grundbesitzende, römische Oberschicht im Senat und auf dem Schlachtfeld. Während der Kaiserzeit schließlich geriet diese Tugend zunehmend in Vergessenheit und die senatorische Oberschicht nahm dann zum Teil nicht einmal mehr politische Funktionen wahr.

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Römische ritterliche Statthalter & die Provinzen

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Fresko: Statthalter Laurentius und die Armen;
by W. Moroder via wikimedia.

Römische Statthalter

Einige kaiserliche Provinzen wurden auch römischen Rittern unterstellt. Insbesondere die Provinz Aegyptus betrachtete der Kaiser dabei nicht als offizielle Provinz sondern eher als seinen Privatbesitz. Außerdem waren in erster Linie kleinere Regionen von strategischer Bedeutung ritterliche Provinzen; etwa die Alpes Graiae et Poeninae oder die Alpes Cottiae wegen der Pässe. Und auch die ehemaligen Vasallenstaaten wie Noricum oder Mauretania wurden ritterlichen Statthaltern anvertraut.

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Zu Ehren der römischen Göttin Ceres

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Skulptur der Göttin Ceres im Schlosspark in Uhyst
by SeptemberWoman, via wikimedia commons.

Verehrung der Göttin Ceres

Unter der Göttertrias des römischen Ceres-Tempels wurde praktisch nur der Ceres selbst geopfert. Die beiden anderen Figuren galten als Ausprägung der Hauptgottheit. In Rom waren der Göttin Ceres sogar noch zwölf weitere männliche Trabenten-Götter zugeordnet, die bei Kulthandlungen ebenfalls angerufen wurden.

Diese waren Vervactor, der für das Durchackern des vervactum (brachliegendes Feld) zuständig war, Reparator (für das zweite Pflügen des Feldes), Inporcitor (für das finale Pflügen, das Ziehen der Furchen (lirae) und das Aufwerfen der Ackerbeete (portcae), Insitor, der für die Einsaat galt, Obarator (für das Pflügen nach der Aussaat), Occator (für die Arbeit mit der Egge), Saritor (für das Jäten des Unkrauts).

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Cursus honorum zur Kaiserzeit: Senat oder Ritter!

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Ritter Rost via wikimedia commons.

Zwei klassische römische Laufbahnen zur Kaiserzeit

Der römische cursus honorum zur römischen Kaiserzeit unterschied sich wesentlich von dem der Republik. Von dieser Zeit an gab es zwei verschiedene Arten der römischen Ämterlaufbahn: Die senatorische und die ritterliche.

Die Senatslaufbahn für einen Römer begann im Alter von mindestens 17 Jahren. Der Anwärter übernahm entweder ein Militärtribunat oder ging in den Dienst bei den Vigintisexviri in Rom. Darauf folgte die Quaestur mit einem Mindestalter von 25 Jahren sowie Volkstribunat oder Aedilat mit mindestens 27 Jahren. Die Praetur konnte mit 30 Jahren erreicht werden und das Konsulat mit 32 Jahren. Doch die meisten Ämter hatten nicht mehr die Bedeutung, die sie einst hatten und besaßen keine Machtfülle.

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Römische Libertas: Opium für`s Volk!

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Freigiebigkeit waren auch Geldgeschenke!

Freigiebigkeit und Freiheitsentzug!

Eine dieser Tugenden, die vom Volk aus geradezu vom jeweiligen römischen Herrscher eingefordert wurde, ist neben römische libertas, der Freiheit, die Schwester, liberalitas, die Freigiebigkeit. An offiziellen Denkmälern wurde immer wieder dargestellt, wie ein Kaiser siegreich einen Feldzug beendet, dabei vorausschauend handelt und gerecht und milde mit den Besiegten umgeht. Natürlich lässt er seine Unterstützer und das Volk, für das er gekämpft hat, beim Triumphzug an der Beute teilhaben.

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Römische Riten in der Königszeit

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By Wellcome Images via wikimedia commons.

Römische Riten und Roms König

Während der römischen Königszeit war der König (rex) zudem der oberste Priester. In seiner Funktion als König übernahm er bestimmte römische Riten.

Während der römischen Republik wurde diese Macht getrennt und das Sakralkönigtum wurde auf ein eigenes Priesteramt übertragen. Diese galt fortan dem Sakralkönig (rex sacrorum) und die oberste Priesterschaft dem „Obersten Brückenbauer“ (pontifex maximus). Auch im Prinzipat blieb diese Trennung bestehen. Jedoch wurde die Personalunion zwischen dem Amt des pontifex maximus und des Kaisers (imperator caesar augustus) eingeführt. Die höheren Ämter im römischen Priestertum waren übrigens stark aristokratisch und entsprechend lediglich den Patriziern zugänglich.

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Pantheon - Götter Römer Lexikon

Aeternitas: Die Ewigkeit in Persona

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Auch auf dieser Münze ist die Aeternitas zu sehen – antike Münzen gibt es zudem im Römershop!

Die personifizierte Ewigkeit in der Antike: Aeternitas

Aeternitas (manchmal auch männlich als Aeternus bezeichnet und im Griechischen Aion) war in der Antike die personifizierte Ewigkeit. Als Ausspruch „Aeternitas Augusti“ (kaiserlicher Ewigkeit) erschien sie seit der Zeit von Kaiser Augustus auf Münzen als Inschrift. Bildlich dargestellt wurde Aeternitas erst seit Kaiser Vespasian. Dabei stand die zumeist als Frau dargestellte Ewigkeit oder sie saß auf einem von Löwen oder Elefanten gezogenen Wagen.

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Römische Liktoren: Wer war das?

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Römische Liktoren trugen eine Toga. Via wikimedia commons by Giovanni Dall’Orto.

Wer waren römische Liktoren?

Römische Liktoren waren römische Bürger und vor allem Freigelassene. Sklaven durften den Dienst nicht erfüllen. Rechtlich gesehen waren die Lictores Magistratsdiener, so genannte apparitores. Im Rang standen sie nach den scribae (Bürovorstehern) an zweiter Stelle vor allen anderen Amtsdienern.

Römische Liktoren wurden vom Staat ausgewählt, ausgerüstet und besoldet. Aus einer Inschrift ist bekannt, dass die römischen Staatsdiener ein Gehalt von 600 Sesterzen im Jahr verdienten. Der unmittelbar beim Magistrat gehende Liktor hieß lictor primus oder lictor proximus. Als sichtbare Repräsentanten der römischen Staatsgewalt trugen sie in Rom die Toga und im Feld einen Kriegsmantel.

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Reiche Römer: Vom Sklaven zum Millionär!

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Römische Münzen aus einem Schatzfund, 157 v. Chr. bis 138 n. Chr. By Diana Ringo via wikimedia commons.

Reiche römische Männer

Reiche Römer: Nur die Kaiser waren reicher als einige der römischen wohlhabenden Männer. So etwa Marcus Antonius Pallas, der 62 n. Chr. auf Veranlassung des Kaisers Nero ermordet wurde.

Er war sogar ein Freigelassener! Jedoch hatte er sich erheblichen Einfluss am Hofe des Kaisers Claudius verschafft und war ein Vertrauter von dessen vierter Ehefrau, Iulia Agrippina. Außerdem war er Leiter der kaiserlichen Finanzverwaltung. Sein Vermögen wird auf zwischen 300 und 400 Millionen HS geschätzt.

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Die vergöttlichte Stadt: Dea Roma

Dea Roma
Relief Roma: via wikimedia commons by Giovanni Dall’Orto.

Vergöttlichte Stadt Roma

Mit Dea Roma (griechisch Tyche Romaion) wurde in der Antike die vergöttlichte Stadt Rom bezeichnet. Die Personifikation sowohl wie der Kult entstanden im Zuge der Eroberung Griechenlands.

Die Hellenen drückten mit der Vergöttlichung ihre Huldigung gegenüber der römischen Staatsmacht aus und gaben ihrer Lobeshymne zudem eine religiöse Stimme. Der Roma-Kult geht also bis in das 2. Jh. v. Chr. zurück, in eine Zeit, in der die Beziehungen zwischen den beiden antiken Kulturkreisen enger wurden.